Slate-Studie KI-Suche: Warum Engines kaum dieselben Quellen nutzen
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Laut Slate HQ (Autor: Akilan Arumugam, 2026) stammten von 31,128 Zitaten nur 29 (0.09%) von allen drei Engines, die Links anzeigen (https://slatehq.com/blog/how-to-get-cited-by-chatgpt-perplexity-claude-and-gemini). Für dich heißt das: Jede Engine wählt eigene Quellen, und jede braucht eigenen technischen Zugang zu deiner Seite.
Definition: Die Slate-Studie zur KI-Suche vergleicht, welche Quellen ChatGPT, Perplexity, Claude und Gemini bei denselben Fragen zitieren, und weist nur geringe Überschneidungen aus. Für das technische SEO bedeutet das, Crawlability, Indexierung und Ladezeit für jeden KI-Bot einzeln zu prüfen, statt auf eine einzige Engine zu testen.
Was die Slate-Studie tatsächlich misst
Die Zahlen im Detail: Laut Slate HQ überlappen Perplexity und Claude pro Frage in 13.6% der Quellen, ChatGPT und Claude nur in 0.5%. Bei den genannten Marken stimmen die Engines paarweise zu 35.2% bis 42.0% überein (https://slatehq.com/blog/how-to-get-cited-by-chatgpt-perplexity-claude-and-gemini). Slate ist ein Anbieter im Bereich KI-Sichtbarkeit, und die Ergebnisse beziehen sich auf B2B-SaaS-Fragen. Übertrage sie also nicht ungeprüft auf Handwerk oder lokale Dienstleister.
Die Studie zählt Zitate und erklärt keine Ursachen. Ob technischer Zugang die Lücke zwischen den Engines mitverursacht, lässt sich aus diesen Zahlen nicht ableiten, und wir behaupten es nicht. Sicher ist nur: Zugang ist die Voraussetzung, die du selbst steuerst. Die folgenden vier Schritte gehen diesen Zugang der Reihe nach durch.
Schritt 1: robots.txt je Bot-Zweck festlegen
Die Anbieter trennen ihre Bots nach Aufgabe. Eine pauschale Regel für „KI” gibt es nicht.
| Anbieter | Bot | Zweck laut Dokumentation |
|---|---|---|
| OpenAI | OAI-SearchBot | Sichtbarkeit in den Suchfunktionen von ChatGPT |
| OpenAI | GPTBot | generative Basismodelle |
| OpenAI | ChatGPT-User | wird nicht zum automatischen Crawlen genutzt |
| Anthropic | ClaudeBot | Training |
| Anthropic | Claude-User | Abruf auf Nutzeranfrage |
| Anthropic | Claude-SearchBot | Suchqualität |
| Perplexity | PerplexityBot | Anzeige und Verlinkung in Suchergebnissen |
| Perplexity | Perplexity-User | Abruf auf Nutzeranfrage |
Quellen: OpenAI (https://developers.openai.com/docs/bots), Anthropic (https://support.claude.com/en/articles/8896518-anthropic-crawlers), Perplexity (https://docs.perplexity.ai/docs/resources/perplexity-crawlers.md).
Wer in der Suche auftauchen möchte, lässt die Such-Bots zu:
User-agent: OAI-SearchBot
Allow: /
User-agent: Claude-SearchBot
Allow: /
User-agent: PerplexityBot
Allow: /
Stolperstein: Eine alte Sperre für GPTBot oder ClaudeBot sagt nichts über die Such-Bots aus. Laut Anthropic kann eine Sperre von Claude-SearchBot die Sichtbarkeit in Suchergebnissen verringern. Laut Perplexity ignoriert Perplexity-User die robots.txt in der Regel, weil ein Nutzer den Abruf angefordert hat. Rechne außerdem mit Wartezeit: Laut OpenAI können nach einer robots.txt-Änderung etwa 24 Stunden vergehen, laut Perplexity bis zu 24 Stunden. Mehr zur Syntax findest du im Beitrag robots.txt für KI-Crawler.
Schritt 2: Firewall und CDN auf KI-Blocker prüfen
Die robots.txt ist nur eine Ebene. Prüfe zusätzlich, ob ein Bot-Schutz im CDN, in der Firewall oder im Hosting-Panel dieselben Bots abweist. Sende dazu einen Testabruf mit dem jeweiligen User-Agent und lies den Statuscode.
Stolperstein: Die robots.txt erlaubt den Bot, die Firewall blockt ihn trotzdem, und im Log steht nur ein 403. Aus Sicht der Engine ist die Seite dann nicht erreichbar. Anthropic weist darauf hin, dass Sperren per IP-Adresse keinen Opt-out garantieren (https://support.claude.com/en/articles/8896518-anthropic-crawlers). Steuere den Zugriff deshalb über die robots.txt und halte die Netzwerkebene konsistent dazu. Wie sich Bot-Filter bei einem großen CDN-Anbieter auswirken, beschreibt der Beitrag Cloudflare blockiert KI-Bots.
Schritt 3: Canonical Tags und Hreflang bereinigen
Laut Google Search Central sind für KI-Funktionen in der Google-Suche keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder Auszeichnungen nötig, und die robots.txt-Anweisungen für Googlebot steuern den Zugriff. Crawling, Indexierung und Ausspielung sind auch bei erfüllten Anforderungen nicht garantiert (https://developers.google.com/search/docs/appearance/ai-features). Die Basis bleibt also klassisches technisches SEO: eine indexierbare, eindeutig benannte Version jeder Seite.
Prüfe in dieser Reihenfolge:
- Zeigt das Canonical-Tag auf eine URL, die erreichbar ist, 200 liefert und nicht per noindex oder robots.txt gesperrt ist?
- Verweist jede Sprachvariante per hreflang auf sich selbst und auf die anderen Varianten?
- Landen Redirect-Ketten nach höchstens einem Sprung auf der Ziel-URL?
Stolperstein: Ein Canonical auf eine gesperrte oder weitergeleitete Variante schickt jeden Bot ins Leere. In den SEO-Regeln von geaio sind Canonical, robots.txt und Redirect-Ketten enthalten; die vollständige Regelliste siehst du als registrierter Nutzer auf geaio.de/erklaert. Die Analyse und die Registrierung sind kostenlos. Hintergründe liefert Canonical Tags für generative Suche.
Schritt 4: Ladezeit, Crawl Budget und Logs abgleichen
Messe mit PageSpeed, wie die Seite im Browser lädt, und lies die Antwortzeit für Bots im Server-Log. Beide Werte können auseinanderliegen.
Ein Rechenbeispiel (hypothetisch): Ruft ein Bot in diesem Modell Seiten nacheinander ab und antwortet dein Server mit 2 s statt 0,5 s, könnte er in 60 Sekunden rund 30 statt 120 Seiten holen. Das Modell ist stark vereinfacht, zeigt aber, warum langsame Antworten bei großen Websites ins Gewicht fallen können.
Ob Core Web Vitals die Auswahl der zitierten Quellen beeinflussen, ist öffentlich nicht belegt. Wir beobachten Ladezeiten deshalb als Stabilitätsfrage für den Abruf und leiten daraus keine Ranking-Wirkung ab.
Stolperstein: Du änderst die robots.txt, prüfst eine Stunde später das Log und findest keinen Zugriff. Warte die dokumentierten 24 Stunden ab, bevor du die Konfiguration wieder änderst. Das Log zeigt Abrufe, aber nicht, ob die Seite danach in einer Antwort genannt wird. Diesen zweiten Schritt behandelt Abruf ist nicht Zitat.
Was die Quellenlücke für die Erfolgsmessung bedeutet
Aus den Slate-Zahlen folgt für die Messung: Wenn die Engines bei Quellen nur zu einem kleinen Teil übereinstimmen (laut Slate HQ, https://slatehq.com/blog/how-to-get-cited-by-chatgpt-perplexity-claude-and-gemini), sagt ein Test in einer Engine wenig über die anderen aus. Aus unserer Sicht hilft ein Prüfprotokoll pro Engine mehr als ein einzelner Spitzenwert, weil jede ihren eigenen Bot und ihre eigene Quellenauswahl hat. Bei den genannten Marken liegt die Übereinstimmung höher, doch auch dort bleibt der größere Teil verschieden.
Halte deshalb pro Bot fest, ob er zugelassen ist, welchen Statuscode er bekommt und wann du zuletzt geprüft hast. Den strategischen Rahmen dafür beschreibt die Multi-Model-Strategie für KI-Sichtbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß ist die Überschneidung der Quellen zwischen den KI-Engines? Laut Slate HQ (2026) stammten von 31,128 Zitaten nur 29 (0.09%) von allen drei Engines, die Links anzeigen. Die Studie stammt von einem Anbieter im Bereich KI-Sichtbarkeit und bezieht sich auf B2B-SaaS-Fragen (https://slatehq.com/blog/how-to-get-cited-by-chatgpt-perplexity-claude-and-gemini).
Brauche ich eine llms.txt, um in Googles KI-Funktionen zu erscheinen? Laut Google Search Central sind dafür keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder Auszeichnungen nötig (https://developers.google.com/search/docs/appearance/ai-features). Ob andere Anbieter llms.txt auswerten, ist öffentlich nicht einheitlich dokumentiert.
Kann ich GPTBot sperren und trotzdem in ChatGPT Search auftauchen? Laut OpenAI dient OAI-SearchBot der Sichtbarkeit in den Suchfunktionen von ChatGPT, GPTBot dagegen den generativen Basismodellen (https://developers.openai.com/docs/bots). Beide Bots lassen sich in der robots.txt getrennt steuern.
Wie lange dauert es, bis eine robots.txt-Änderung wirkt? Laut OpenAI können für Suchergebnisse etwa 24 Stunden vergehen (https://developers.openai.com/docs/bots). Laut Perplexity dauern Änderungen bis zu 24 Stunden (https://docs.perplexity.ai/docs/resources/perplexity-crawlers.md).
Hinweis zur Erstellung
Dieser Beitrag und sein Titelbild wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Abgebildete Motive sind Symbolbilder. Die Analyse hinter dem geaio-Score arbeitet dagegen regelbasiert — dort ist kein KI-Modell im Spiel. Mehr dazu unter KI-Transparenz. Redaktionelle Freigabe: Jens Schöberling.