Search Console: Bilder- und Video-Sichtbarkeit in KI-Suche tracken

· von geaio
Eine große Küstenfotografie und vier kleinere Wellenansichten hängen mit hellblauen Magneten an einer hellen Wand und veranschaulichen die Medienarten, deren Sichtbarkeit in der KI-Suche untersucht wird. KI-Symbolbild

Symbolbild, mit KI erstellt.

Du öffnest die Search Console, findest die neuen Berichte zur generativen KI und suchst vergeblich nach der Zeile für deine Bilder und Videos.

Definition: Multimodale Performance in der Search Console beschreibt, wie sichtbar Bild- und Videoinhalte einer Website in der Google-Suche und in KI-Funktionen wie AI Overviews sind und wie du das messbar machst. Weil die Berichte dafür nicht alle Angaben liefern, gehört zur Messung eine technische Prüfung von Indexierung, Crawlability und Thumbnails.

Mythos 1: Die Search Console trennt Bild- und Video-Impressionen in der KI-Suche

Der Irrglaube liegt nahe, denn Google hat eigene Berichte für generative KI eingeführt. Laut dem Google Search Central Blog gibt es eigene Search-Console-Berichte für Impressionen in generativen KI-Funktionen der Suche (https://developers.google.com/search/blog/2026/06/gen-ai-performance-reports).

Was diese Berichte enthalten, beschreibt das Search Engine Journal. Laut Matt G. Southern im Search Engine Journal (31. August 2026) weisen die Berichte Impressionen für AI Overviews, AI Mode und generative KI-Funktionen in Discover aus, aufgeschlüsselt nach Seite, Land, Datum und Gerät; Klickdaten fehlen (https://www.searchenginejournal.com/google-search-console-ai-reports-rolled-out-worldwide/587836/).

In dieser Aufzählung kommt keine Dimension für Bild oder Video vor. Daraus folgt für dich: Einen Medienanteil kannst du nicht direkt ablesen, sondern nur über die Seite herleiten, die das Bild oder Video enthält. Und ohne Klickdaten zeigen Impressionen nur die Sichtbarkeit. Prüfe trotzdem in deiner eigenen Property, ob die Oberfläche mehr anbietet, als die Berichterstattung nennt.

Mythos 2: KI-Funktionen brauchen eigene technische Anforderungen

Viele Website-Betreiber suchen nach einem speziellen Markup für KI-Sichtbarkeit. Laut der Google-Search-Central-Dokumentation zu KI-Funktionen (Stand 10. Dezember 2025) sind Seiten, die in AI Overviews und AI Mode erscheinen, im Gesamt-Suchtraffic der Search Console enthalten. Als unterstützender Link muss eine Seite indexiert und für die Google-Suche zulässig sein, zusätzliche technische Anforderungen gibt es nicht (https://developers.google.com/search/docs/appearance/ai-features).

Aus dieser Voraussetzung ergibt sich eine Prüfreihenfolge. Zuerst klärst du, ob die Seite überhaupt indexiert ist. Danach schaust du auf die üblichen Ursachen für fehlende Indexierung: eine robots.txt, die Verzeichnisse sperrt, Canonical Tags, die auf eine andere URL zeigen, und Hreflang-Angaben, die Sprachversionen falsch zuordnen. KI-Blocker in der robots.txt für GPTBot oder ClaudeBot sind ein getrenntes Thema, weil sie andere Systeme betreffen als die Google-Suche.

Mythos 3: Bilder werden von selbst gefunden

Auch Bilder haben Bedingungen. Laut Google Search Central (Dokumentation zu Google Bilder, Stand 2. März 2026) findet Google Bilder im src-Attribut von img-Elementen, indexiert aber keine CSS-Bilder. Bild-Sitemaps helfen bei der Entdeckung; unterstützt sind BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF (https://developers.google.com/search/docs/appearance/google-images).

PrüfpunktAnforderung laut Google Search CentralWas du kontrollierst
EinbindungBild im src-Attribut eines img-Elements (Doku Bilder, 2026)Template-Quelltext statt CSS-Hintergrund
FormatBMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG, AVIF (Doku Bilder, 2026)Dateiendungen der Bild-URLs
EntdeckungBild-Sitemap als Hilfe (Doku Bilder, 2026)Sitemap-Einträge vorhanden
Thumbnailerreichbar, mindestens 60x30 Pixel, stabile URL (Doku Video, 2025)Statuscode und robots.txt

Wenn Bilder erst beim Scrollen nachgeladen werden, lohnt ein Blick in unseren Beitrag zu Lazy Loading und KI-Crawlern. Der Text rund ums Bild spielt ebenfalls mit, wie der Artikel zu Alt-Text und Bildmetadaten zeigt.

Mythos 4: Ein eingebettetes Video wird automatisch indexiert

Bei Videos hängt alles an der Seite, auf der sie liegen. Laut Google Search Central (Dokumentation zu Video, Stand 18. Dezember 2025) muss die Watch-Page indexiert sein und in der Suche gut abschneiden, bevor ihr Video für die Indexierung in Betracht kommt. Thumbnails müssen für Googlebot erreichbar sein, mindestens 60x30 Pixel groß und unter einer stabilen URL liegen (https://developers.google.com/search/docs/appearance/video).

Zwei technische Folgen liegen auf der Hand. Ein Thumbnail hinter einer gesperrten Ressource oder mit wechselnder URL erfüllt die Bedingung nicht. Und eine Watch-Page mit Indexierungsfehler zieht das Video mit. Das ist eine Ableitung aus der genannten Voraussetzung, keine zusätzliche Aussage von Google.

Ein Messablauf ohne Bild-Dimension: was du selbst prüfst

Weil die KI-Berichte Bild und Video nicht als Dimension nennen, brauchst du einen eigenen Ablauf. Er stützt sich auf die oben genannten Bedingungen:

  1. Exportiere die KI-Impressionen nach Seite und markiere Seiten mit wichtigen Bildern oder Videos.
  2. Prüfe für diese Seiten den Indexierungsstatus, den Canonical und den Statuscode.
  3. Rufe Thumbnail-URLs direkt auf und kontrolliere robots.txt-Regeln für Bildverzeichnisse.
  4. Vergleiche Ladezeiten der Seiten mit PageSpeed, bevor du Bilder austauschst.

Ein Stichprobencheck lohnt sich aus unserer Sicht auch bei kleinen Websites. Wer viele Produktseiten mit mehreren Bildern pflegt, prüft nicht jede Bild-URL einzeln, sondern zieht regelmäßig eine überschaubare Auswahl, zum Beispiel die Seiten mit den wichtigsten Produkten. So bleibt der Aufwand klein, und Fehler wie ein gesperrtes Bildverzeichnis oder eine kaputte Thumbnail-URL fallen trotzdem auf.

In den von uns herangezogenen Quellen (Google-Dokumentation und Search Engine Journal) findet sich keine Aussage dazu, wie stark Bilder und Videos die Auswahl von Quellen in KI-Antworten beeinflussen. Aus unserer Sicht lohnt sich deshalb ein kleiner, regelmäßiger Stichprobencheck, weil die genannten Berichte keine Medienauswertung nennen und du sonst nur die Seite betrachtest.

Für die technische Basis hilft geaio: Registrierte Nutzer sehen Deltas zur Voranalyse und eine Sparkline des Gesamtscores. Einen Überblick über Medien in der GEO gibt der Beitrag zu multimodalen Inhalten.

Häufig gestellte Fragen

Zeigt die Search Console Bild-Impressionen in AI Overviews? Laut Search Engine Journal (Matt G. Southern, 2026) sind die KI-Berichte nach Seite, Land, Datum und Gerät aufgeschlüsselt. Eine Trennung nach Bild oder Video ist in dieser Aufzählung nicht genannt. Prüfe die Oberfläche deiner Property selbst.

Gibt es Klickdaten für generative KI-Funktionen? Laut Search Engine Journal (2026) fehlen Klickdaten in den Berichten. Du siehst Impressionen, aber keine Klicks aus diesen Funktionen.

Brauche ich ein spezielles Markup für KI-Funktionen? Laut Google Search Central (Dokumentation zu KI-Funktionen, 2025) gibt es keine zusätzlichen technischen Anforderungen. Die Seite muss indexiert und für die Google-Suche zulässig sein.

Warum wird mein Video nicht indexiert? Laut Google Search Central (Dokumentation zu Video, 2025) muss die Watch-Page indexiert sein und gut abschneiden. Das Thumbnail muss für Googlebot erreichbar sein, mindestens 60x30 Pixel groß und unter stabiler URL liegen.

Hinweis zur Erstellung

Dieser Beitrag und sein Titelbild wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Abgebildete Motive sind Symbolbilder. Die Analyse hinter dem geaio-Score arbeitet dagegen regelbasiert — dort ist kein KI-Modell im Spiel. Mehr dazu unter KI-Transparenz. Redaktionelle Freigabe: Jens Schöberling.